Das Theater

In Gera wird seit 1615 Theater gespielt! Auf ausdrücklichen Wunsch des Grafen Heinrich Posthumus wurde das erste „Komödienhaus“ als Teil der Fürstlich Reußischen Landesschule Gera errichtet. Dieses Komödienhaus brannte mehrfach ab, wurde wieder errichtet und existierte bis 1780 (Stadtbrand).

Es wurde 1786 von der „Theaterscheune“ abgelöst (heutiger Puschkinplatz), die bis 1822 durchreisenden Theatergesellschaften als Spielstätte diente. Ein massiver Bau im klassizistischen Stil mit einem hohen Bühnenhaus trat an seine Stelle. Dieser Bau wurde 1871 modernisiert und erweitert und das Geraer Fürstliche Hoftheater hat ein festes Ensemble.

Die Entwicklung von „Spieltheater“ und „Musiktheater“ in Gera war nicht gemeinsam verlaufen. Die spätere Verquickung von Hoftheater und Hofkapelle ist einer der Gründe, die 1901/1902 zum Bau des neuen Theatergebäudes geführt haben. Am 1. Juli 1899 erhielt der aus Zeulenroda stammende Architekt und bekannte Theaterbaumeister Heinrich Seeling  den Auftrag zum Bau eines neuen Theaters mit integriertem Konzertsaal.

1902 Bürgertum und Fürstenhaus Reuß finanzieren gemeinsam den Neubau des Theaterhauses am Küchengarten – Architekt Heinrich Seeling
Eröffnung als „Fürstliches Hoftheater“ mit Schauspiel und Konzert
Konzertsaal mit 1247 Plätzen
Theatersaal mit 962 Plätzen
1918 Umbenennung in „Reußisches Theater“

1921 Gründung einer eigenständigen Tanzgruppe
1945 Wiedereröffnung nach Beendigung des Krieges als „Bühne der Stadt Gera“ mit „Figaros Hochzeit“
1947 Eröffnung „Kleines Haus“ im ehemaligen Palmgarten – nun „Bühnen der Stadt Gera“

1962 die Puppenbühne Oestreich-Ohnesorge wird als eigenständige Sparte von den
Bühnen der Stadt Gera übernommen
1995 Fusion mit dem Landestheater Altenburg zur Altenburg-Gera-Theater GmbH
Generalintendant: Michael Schindhelm
2006 Neubau der Bühne am Park mit 140 Plätzen
2007 Wiedereröffnung des sanierten Theaterhauses am Küchengarten
2015 Theater & Philharmonie Thüringen mit den Spielstätten Landestheater Altenburg
und Bühnen der Stadt Gera
Konzertsaal mit 800 Plätzen
Theatersaal mit 552 Plätzen

Träger des Theaters und Theaterleitung

Die TPT Theater und Philharmonie Thüringen GmbH wird getragen von den Gesellschaftern Stadt Gera, Landkreis Altenburger Land und Stadt Altenburg und erhält Zuwendungen durch den Freistaat Thüringen.

Seit August 2011 ist Kay Kuntze Generalintendant und künstlerischer Geschäftsführer von Theater und Philharmonie Thüringen, einem Fünfspartentheater, das 1995 aus der Fusion des Landestheater Altenburg mit den Bühnen der Stadt Gera hervorgegangen ist.

Nach der sehr erfolgreiche Ära der  Geschäftsführerin  Andrea Schappmann übernimmt  Volker Arnold die kaufmännische Geschäftsführung ab der Spielzeit 2015/2016 .

Zur Leitung des Hauses gehören weiterhin Felix Eckerle (Chefdramaturg), Holger Krause (Chordirektor), Thomas Stolze (Technischer Direktor), Christiane Wenke (Künstlerische Betriebsdirektorin) und Peter Przetak (Leiter TheaterFABRIK).

Etwa 300 Mitarbeiter sorgen dafür, dass in den Sparten Konzert, Musiktheater, Ballett (seit 1.1.2013 Thüringer Staatsballett), Schauspiel und Puppentheter pro Spielzeit etwa 40 Premieren und über 800 Vorstellungen gezeigt werden, die von etwa 140000 Zuschauern jährlich besucht werden. Damit ist Theater und Philharmonie Türingen eines der zuschauerstärksten Theater im Freistaat Thüringen.

Im Rückblick auf das Thüringer Theaterjahr 2013 und 2014 ist in der Kritikerrundschau der Thüringischen Landeszeitung Theater und Philharmonie Thüringen für zwei Jahre in Folge zum Theater des Jahres gewählt worden.