Das vierte und zugleich letzte Theatercafé der Spielzeit 2025/26 war erneut sehr gut besucht und wurde von den Gästen mit großem Beifall sowie Zustimmung aufgenommen, war es doch ein gelungener Ausgleich zum 3. Theatercafé, bei dem leider durch Erkrankung von Claudia Müller der musikalische Teil zu kurz kam. In gemütlicher Atmosphäre erlebten die Besucherinnen und Besucher einen abwechslungsreichen Nachmittag voller interessanter Gespräche, künstlerischer Beiträge und vieler persönlicher Einblicke in die Arbeit des Theaters. Wie bereits in den vergangenen Veranstaltungen führte Dr. Peter Larsen mit Charme, Humor und großer Sachkenntnis durch das Programm. Er begrüßte die Gäste herzlich und verstand es einmal mehr, Künstlerinnen, Künstler und Mitarbeitende des Theaters in unterhaltsamen Gesprächen dem Publikum näherzubringen.
Für den ersten musikalischen Höhepunkt sorgte Jongwoo Kim, begleitet am Flügel von Johannes Krahl, mit Franz Schuberts „Frühlingsglaube“.
Anschließend sprach Dr. Peter Larsen mit dem Schauspieldramaturgen Felix J. Moor unter dem augenzwinkernden Motto „Glück muss man haben“ über dessen Arbeit am Theater. Besonders unterhaltsam wurde es, als Musikdramaturg und Schauspieldramaturg gemeinsam der Frage nachgingen: Wie deklamiert man richtig? Der bekannte Goethe-Text „Vom Eise befreit…“ erklang dabei in ganz unterschiedlichen Interpretationen und sorgte für viel Heiterkeit im Publikum.
Einen spannenden Einblick hinter die Kulissen gab anschließend der Dramaturgieassistent Yasin Baig, der von seiner vielseitigen Arbeit berichtete und deutlich machte, wie viele Aufgaben im Theater oft gleichzeitig koordiniert werden müssen.
Vor der Pause erklang noch einmal Musik. Mit „Non ti scordare di me“ von Ernesto De Curtis begeisterte Yongwoo Kim gemeinsam mit Johannes Krahl die Zuhörerinnen und Zuhörer.
Im zweiten Teil nahm Dr. Peter Larsen das Publikum mit auf einen Ausblick in den Endspurt der Spielzeit 2025/26 und informierte über die zahlreichen Veranstaltungen bis zur Sommerpause.
Mit Franz Schuberts „Der Musensohn“ nach einem Text von Johann Wolfgang von Goethe wurde die musikalische Reise fortgesetzt.
Unter dem Motto „Belcanto in Person“ stellte sich Tenor Yongwoo Kim anschließend persönlich vor und berichtete über seinen künstlerischen Werdegang sowie erste Höhepunkte seiner Engagements. Ebenso interessant waren die Einblicke von Johannes Krahl in die Arbeit eines Korrepetitors. Er schilderte anschaulich seine Tätigkeit bei Einstudierungen von Opern und musikalischen Produktionen und bewies zugleich sein Können am Flügel. Unter dem Motto „Mit sicherer Hand“ spielte er bekannte Melodien an, die das Publikum erraten durfte – ein Programmpunkt, der für Abwechslung und viel Freude sorgte.
Den Abschluss bildete der Programmpunkt „Wünsche und Vorschläge“. Dr. Peter Larsen fragte die Besucherinnen und Besucher nach ihren Wünschen und
Anregungen für kommende Spielzeiten. Die zahlreichen Ideen wurden von den anwesenden Schauspiel- und Musikdramaturgen Felix J. Moor und Dr. Peter Larsen aufmerksam verfolgt und mit großem Interesse aufgenommen.
Mit Richard Taubers Lied „Du bist die Welt für mich“, gesungen von Yongwoo Kim und begleitet von Johannes Krahl, klang ein stimmungsvoller und gelungener Theaternachmittag auf zauberhafte Weise aus.
Text: Konrad Ebeling
Fotos: Dr. Henry Thurm (Titelbild,1-8), Konrad Ebeling (9-10)