Mit herzlichen Worten eröffnete die Vereinsvorsitzende Helga Klinger das weihnachtliche Theatercafé und stimmte die Gäste auf einen festlichen Nachmittag bei Kaffee, Stollen und Weihnachtsgebäck ein. Das zweite Theatercafé der Spielzeit 2025/2026 moderierte erneut Dr. Peter Larsen (Musikdramaturg am Theater), der mit Charme und Witz durch das abwechslungsreiche Programm führte.
Im ersten Teil begrüßte er Manuel Kressin und Olaf Kröger sowie Annegret und Andreas Knoop (jüngst verabschiedete Musiker des Philharmonischen Orchesters Altenburg Gera) mit Hinrich Steinhöfel von der Musikhochschule Franz Liszt Weimar.
Olaf Kröger und Manuel Kressin präsentierten heitere und zugleich kunstvolle Ausschnitte aus ihrem aktuellen Weihnachtsprogramm „Die Kunst, aus der Freude gar nicht rauszukomm´n“. Im wunderbar klingenden Berliner Dialekt erklang das „Lied von der Krummen Lanke“, (Musik von Fredy Sieg). Weitere musikalische Höhepunkte waren unter anderem Werke von Hanns Eisler/Kurt Tucholsky) mit „Wenn die Igel in der Abendstunde“ sowie ein humorvoller Abschluss, bei dem Olaf Kröger einmal mehr sein großartiges virtuoses, kompositorisches und improvisatorisches Können unter Beweis stellte. Das Lied „Wir haben Hunger, Hunger, Hunger“ erklang mit ihm am Flügel in unterschiedlichen Kompositionsstilen – von J. S. Bach, W. A. Mozart über R. Wagner und L. v. Beethoven bis hin zu seinem eigenen Stil.
Annegret und Andreas Knoop brachten in Begleitung von Hinrich Steinhöfel am Flügel mit dem Weihnachtslied „Süßer die Glocken nie klingen“ eine besinnliche Stimmung zum Mitsingen in den Saal. Im Interview erzählte der aus Güstrow stammende Andreas Knoop (Flötist) von seiner enttäuschenden Ankunft am Geraer Hauptbahnhof 1982 und der freudigen Überraschung beim Anblick des Geraer Theaters und seinem besonderen Konzertsaal. Schließlich hielt ihn die Liebe zur Konzertmeisterin und Violinistin Annegret in Gera, wo beide 43 Jahre als geschätzte und beliebte Orchestermusiker sowie als Solisten tätig waren. Zum Abschied erklang Musik von Jacques Ibert, Interlude für Flöte, Violine und Klavier.
Nach der Pause bei Sekt und anderen Getränken stand das Ballett im Mittelpunkt. Fundraiser und Projektmanager Norbert Skowronek gab spannende Einblicke in die umfangreichen Vorbereitungen für das Ballettfestival im Mai 2026, angefangen bei der Leitidee von Felix Eckerle (ehemaliger Chefdramaturg des Theaters) zum 100-jährigen Jubiläum der in Gera 1925 und weit darüber hinaus bekanntgewordenen Leiterin der Tanzgruppe Gera, Yvonne Georgi, stellte er die eingeladenen Gäste vor und informierte über geplante Backstage-Veranstaltungen. Einen besonderen Moment bot die Tänzerin Aiste Stankeviciute, die mit einer Szene aus Tschaikowskys „Der Nussknacker“ die Zuschauer begeisterte. Die aus Litauen stammende Tänzerin erzählte anschließend von den weihnachtlichen Bräuchen in ihrer Heimat.
Zum Abschluss verabschiedete sich Dr. Peter Larsen mit einem stimmungsvollen Weihnachtsgedicht und wünschte allen Gästen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.
Text: Konrad Ebeling
Fotos: Dr. Henry Thurm und Konrad Ebeling