Aufruf der MUTHEA zur Unterzeichnung einer Petition zur Öffnung der Theater- und Konzerthäuser

Liebe Vereinsmitglieder,

in der Anlage erhalten Sie einen Aufruf der MUTHEA mit der Bitte, eine Petition zur Öffnung der Theater- und Konzerthäuser zu unterzeichnen. Da unser Verein seit vielen Jahren Mitglied der MUTHEA ist und auch einige Mitglieder
unseres Vereins darauf hingewiesen haben, dass wir uns gegen die Schließung auch unserer Theater einsetzen sollten, übermittle ich Ihnen anbei diesen Aufruf und bitte Sie, zu prüfen, ob Sie sich dieser Meinung anschließen wollen oder nicht.
Es ist Ihre individuelle Entscheidung, die Sie persönlich für sich treffen sollten.
Mit freundlichen Grüßen

Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e.V.
Helga Klinger
Franz-Petrich-Straße 25
07545 Gera
Tel.: 0365 22623780
Fax: 0365 22688493
Mobil: 0171 8726 464
Mail: info@theaterfreunde-gera.de
ANLAGE:
MUTHEA vertritt das Publikum in Deutschlands Konzerthäusern und Theatern. Und weil
diese Orte nicht nur humanrelevant sind, sondern auch erwiesenermaßen sichere Orte,
ruft MUTHEA zu einer Petition auf: Die Ministerpräsidentenkonferenz muss die Öffnung
der Theater und Konzerthäuser schnell wieder ermöglichen.
Sie finden die Petition unter diesem Link auf www.change.org
Liebe MUTHEA-Mitglieder,
In der Krise zeigt sich der wahre Charakter – das gilt für Menschen ebenso wie für ein
ganzes Land. Deutschland, die viel beschworene Kulturnation, müsste sich gerade jetzt
als solche beweisen! Doch der neuerliche Lock down setzt ein falsches Signal: Das Land
der Dichter und Denker hält Kultur für einen gesundheitlichen Risikofaktor und ein
verzichtbares Freizeitvergnügen. Wer sich aber das Geschehen der letzten Monate
ansieht, stellt fest: Kulturveranstalter und -institutionen haben seit Monaten enorme
Anstrengungen unternommen und finanzielle Opfer gebracht, um alle Pandemieeindämmenden Maßnahmen umzusetzen und ihrem Publikum jederzeit ein sicheres
Gefühl zu vermitteln. Sie verfügen erwiesenermaßen über disziplinierte Besucherinnen
und Besucher, ausgeklügelte Abstands-, Hygiene- und Lüftungs-Konzepte, den nötigen
Raum sowie die Kompetenz, Menschenmengen aneinander vorbei zu steuern. Nirgendwo
konnte durch den Besuch eines Kulturbetriebes eine Corona-Infektion nachgewiesen
werden.
Ein harter Winter voller Einschränkungen steht bevor. Unsere Gesellschaft braucht nun
ebenso dringend wie Lebensmittel Futter fürs Hirn und Nahrung für die Seele. Das ist
weder Luxus noch Freizeitspaß, sondern schlichtweg eine Notwendigkeit – auch um die
besonderen Umstände dieser Zeit besser ertragen zu können. Es ist an der Zeit, dass
nicht nur die Kulturschaffenden (z.B. der Deutsche Bühnenverein, der Deutsche
Museumsbund oder die freie Kulturszene mit Kampagnen wie #ohneunswirdstill oder
#alarmstuferot) auf ihre prekäre Situation aufmerksam machen. Wir sind das Publikum!
Eine blühende Kulturlandschaft auch nach der Pandemie ist unser Anliegen. Wir zeigen
uns solidarisch mit Kulturinstitutionen und Kulturschaffenden – sie arbeiten für uns! Wir
sind ihre begeisterten Fans, die Staunenden, Verzauberten, Mitdenkenden und
Angeregten, wir sind die Applaudierenden, die Abonnentinnen und Abonnenten. Ein
großer Reichtum unseres gesellschaftlichen Lebens, der alle anderen Wirtschaftszweige –
Hotellerie, Gastgewerbe und Touristik, Bildungssektor und urbanes Leben – befördert,
steht auf dem Spiel. Das geht uns alle an. Deutschland ist eine von aller Welt beneidete
Kulturnation und soll es auch bleiben!
MUTHEA, die Bundesvereinigung der deutschen Musik- & Theaterfördergesellschaften, die
in ihren Mitgliedsvereinen über 40.000 Einzelmitglieder zählt, bittet jede einzelne
Kulturfreundin und jeden einzelnen Kulturfreund, diese Petition zu zeichnen:
Wir fordern den Erhalt und eine maßvolle Weiterführung des kulturellen
Angebotes auch in Zeiten einer Pandemie. Wir räumen dem Gesundheitsschutz
oberste Priorität ein, verlangen aber von den Verantwortlichen, bei
Einschränkungen das nötige Augenmaß zu wahren. Theater und Konzerthallen
sind sichere Orte. Sie müssen möglichst bald wieder öffnen dürfen. Sie sind
mehr denn je wichtige Orte der Bildung und der Kultur. Sie sind gesellschaftlich
relevant und unverzichtbar für eine Verständigung darüber, was uns wichtig ist
– jetzt und in der Zukunft.

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